Freitag, 25. Januar 2013
#Aufschrei... oder "Viel Wind um nichts"
Die öffentliche Anklage einer Stern-Reporterin gegen den FDP-Fraktionsvorsitzenden Brüderle hat einen Sturm auf Twitter ausgelöst.
Unter dem Tag #Aufschrei berichten Frauen über realen (oder, wenn man die Beispiele auf Spiegel Online anschaut) oftmals vermeintlichen Sexismus.

So berichtet eine Angestellte in einem Handwerksbetrieb, ihr Chef würde sie ob ihrer Statur als Urgewalt bezeichnen.
Oh man, wenn das mein Kollege, von vielen ob seiner Größe liebevoll "Latte" oder "Leuchtturm" gerufen, wüsste. Er würde mit Sicherheit aufhören, über solche Spitznamen zu lachen und sich ob des groben Sexismus empören.

Überhaupt hat man den Eindruck, der Sexismus sei auf dem Vormarsch, und zwar in gleichem Maße, in dem sich die neue Genderdiskussion entfaltet. Doch die Beispiele auf Spiegel online zeigen eins: Größtenteils handelt es sich um harmlose Komplimente (Maus, Süße), plumpe, aber harmlose Witze (Ich hätte gern einen Latte *höhöhö*) oder dümmliche Platitüden (Putzen ist doch Frauensache).
Sprüche eben, wie sie seit Jahrzehnten in jedem Büro geklopft werden. Neu daran ist lediglich, dass im Rahmen des neuen Emanzenwahns Sexismus zum Kampfbegriff geworden ist. Was man durch Leistung nicht erreicht, versucht man nun durch Diskreditierung.

Schöne neue Emanzenwelt.

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Mittwoch, 30. September 2009
Rede anlässlich des Besuchs von Erhard Eppler
Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe Genossinnen und Genossen,

Zunächst möchte ich mich recht herzlich bei Bürgermeister Dambach und der Gemeindeverwaltung für das zur verfügung Stellen der Halle bedanken. Mein weiterer Dank gilt dem Hausmeister, Herrn Friedbert Frei für die Hilfe beim Einrichten und Frau Marianne Meckler, die diese wunderbaren Blumengestecke gemacht hat.
Ich begrüße ganz herzlich die Bürgermeister Dambach und Haaf, die anwesenden Kreis- und Gemeinderäte, unsere Bundestagskandidatin Gabriele Teichmann und natürlich Erhard Eppler sowie unseren Landtagsabgeordneten Georg Nelius.
.Der Wahlkampf, in dem wir uns befinden, wird ein Richtungswahlkampf. Er ist geprägt von der größten Krise, die dieses Land jemals gesehen hat, und am Ende wird derjenige gewinnen, der den besten Weg aus der Krise aufzeigt. Unser Weg aus der Kriese ist der Deutschland-Plan, in dessen Mittelpunkt vier Millionen neue Arbeitsplätze in den nächsten 10 Jahren stehen. Und kaum war dieser Plan veröffentlicht, kamen auch schon die Zweifler und Miesmacher. Das wäre unmöglich, Vollbeschäftigung wäre eine Illusion.
Und da frage ich mich, wieso ist es in Deutschland eigentlich mittlerweile so, dass man jede neue Idee erst einmal zerredet und miesmacht? Schwäche kann man auch herbeireden! Dieses Land war immer dann stark, wenn wir aufgehört haben, zu jammern und stattdessen angepackt haben. Das letzte Mal, als wir das getan haben, haben wir gemeinsam eine Mauer eingerissen! Und da sollen wir unser Land nicht wieder aus der Krise führen können?
Leider ist es in unserem Land zum Usus geworden, dass man ständig einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielt. Alt gegen Jung, Arbeitslose gegen Erwerbstätige, Arme gegen Reiche, Ost gegen West. Dabei wird immer wieder gerne übersehen, dass es eigentlich unser aller Aufgabe ist, ein Land zu schaffen, zu dem alle Menschen, die hier leben, sich verbunden fühlen. Erhard Eppler vergleicht den Staat mit einem Kleid, das genug Bewegungsfreiheit bieten muss, aber zur Not auch noch wärmen kann. Aber dazu muss auch der Bürger seinen Teil beitragen, denn er erfüllt den Staat mit Leben. Ohne das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger hätte Deutschland kein Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg gehabt und keine Mauer eingerissen. Also lassen wir uns nicht auf diese Spaltereien ein. Überwinden die Spaltungen in unserer Gesellschaft und führrn wir dieses Land aus der Krise!
Spaltung ist leider auch in der Politik üblich. Es ist vernünftig, politische Differenzen herauszustellen, keine Frage. Es kann und darf aber nicht sein, dass ein Gesetzesvorschlag nur deshalb verhindert wird, weil die falschen Antragsteller unterschrieben haben. Nur um ein Beispiel zu nennen: Eine breite Koalition im Bundestag brachte einen Antrag ein, diejenigen zu rehabilitieren, die im Dritten Reich fahnenflüchtig wurden und wegen Vaterlandsverrat verurteilt wurden. Es fanden sich auch genügend Unterstützer. Es gab nur einen Fehler bei der Sache, und zwar dass die Initiatoren aus der Linken kamen. Also zauberte die CDU schnell einen eigenen Entwurf hervor, der genau wortgleich war, weil man ja keinen Antrag der Linken unterstützen könne.
Bei derartigen Kindergartenspielchen wundere ich mich nicht, wenn die Anzahl der Nichtwähler immer weiter zunimmt. Lassen wir sowas doch in Zukunft einfach bleiben und arbeiten nicht gegen andere Parteien, sondern für die Menschen in diesem Land. Und begreifen wir doch bitte im Bundesrat, dass wir keine Ansammlung von SPD-Ländern oder CDU-Ländern sind, sondern Teile der Bundesrepublik Deutschland.
Wenn ich irgendwo erwähne, dass ich politisch engagiert bin bekomme ich meistens die Antwort: „Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wieso tust du dir das an? Das bringt doch nichts, und die da oben machen doch eh, was sie wollen.“ Und, noch viel erschreckender, ich bekomme immer öfter die Frage gestellt, wofür die SPD denn eigentlich noch steht.
Ich stehe hier oben, weil ich an eine Idee glaube. An die Idee nämlich, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. An die Idee, dass die Lasten in dieser Gesellschaft gerecht verteilt werden müssen und dass breite Schultern eine größere Last tragen können als schmale Schultern. An die Idee, dass jeder, der in Not gerät, sich auf seine Mitmenschen verlassen können und sie sich auf ihn. Kurz: An die Idee von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Und da liegt auch einer der Unterschiede zur Linkspartei: Wir setzen auf Unternehmer aus dem Mittelstand, die ihre Angestellten nicht nur als „human resources“ sehen, sondern als ehrliche, hart arbeitende Menschen.Wir setzen nicht auf Neidkampagnen gegen Menschen, die etwas erreicht haben, und wir würden Oskar Lafontaine auch nicht seine Villa wegnehmen. Kurz: Wir möchten keine Politik der Spaltung wie die Linkspartei, sondern eine Politik der Solidarität, und das nicht nur in Deutschland, sondern auch international, denn die Menschen in der Welt brauchen eine starke Sozialdemokratie, gerade in diesen Zeiten, in denen die Wirtschaftsinteressen einzelner die Welt in eine Welt der reichen Gewinner und der armen Verlierer spaltet. Und auch hier hilft die mittlerweile 146 Jahre alte Idee der Sozialdemokratie. Ich war 2006 auf dem IUSY-Festival in Alicante, das ist ein Treffen der sozialdemokratischen Jugendbewegungen weltweit. Die Teilnehmer kamen aus über 100 Staaten aus der Welt. Trotzdem sind sie sich mit einer Toleranz und einem Respekt begegnet, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Wer die Diskussionen, wie man aus der Welt einen besseren Ort machen kann erlebt hat, der weiß, das unsere Idee auch nach 146 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat. Und wer wer gesehen hat, wie junge Israelis mit jungen Palästinensern an einem Tisch sitzen und darüber reden, wie sie ihrem Land den Frieden bringen können, der weiß, dass Solidarität eine Macht ist, die die Welt verändern kann.
Liebe Freundinnen und Freunde, vor der nächsten Bundesregierung liegen harte Aufgaben. Viele der Entscheidungen, die getroffen werden müssen, werden schwere Entscheidungen sein. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht, mit ihren Ängsten und Nöten nicht allein gelassen zu werden. Sie haben das Recht auf einen Abgeordneten, der ehrlich zu ihnen ist und auch bereit ist, von ihnen zu lernen. Die SPD im Neckar-Odenwaldkreis stellt mit Gabriele Teichmann eine Kandidatin, die eine solche Abgeordnete sein will und auch sein wird. Hören sie sich an, was sie zu sagen hat und geben sie ihr am 27. September die höchste Form von Vertrauen, die in einer Demokratie gegeben werden kann. Geben sie ihr ihre Stimme.
Vielen Dank.

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Samstag, 6. Juni 2009
Ein vielbeschäftigter Mann...
gerade auf der Homepage des deutschen Bundestages gefunden:

2. Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

Agentur Schenck, Berlin,

Vortrag, August 2008, Stufe 3

Aspecta HDI Gerling Lebensversicherung AG, Mainz,

Vortrag, Februar 2007, Stufe 3

AXA-Krankenversicherung AG, Köln,

Vortrag, Januar 2006, Stufe 3

Close Brothers Seydler AG, Frankfurt/Main,

Vortrag, Juni 2008, Stufe 3

Congress Hotel Seepark, Thun/Schweiz,

Vortrag, September 2007, Stufe 3

CSA Celebrity Speakers GmbH, Düsselsdorf,

Vortrag, Oktober 2008. Stufe 3

Dr. Schnell Chemie AG, München,

Vortrag, Januar 2009, Stufe 3

DS Marketing GmbH, Brühl,

Vortrag, März 2006, Stufe 3

econ Referenten-Agentur, Straubing,

Vortrag, Mai 2006, Stufe 3

Vortrag, Juli 2007, Stufe 3

EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, Rottendorf,

Vortrag, Juli 2006, Stufe 3

EUTOP Speaker Agency GmbH, München,

Vortrag, Juli 2007, Stufe 3

Vorträge, 2006, Stufe 3

Fertighaus WEISS GmbH, Oberrot,

Vortrag, September 2006, Stufe 3

Flossbach & von Storch Vermögensmanagement AG, Köln,

Vortrag, Mai 2007, Stufe 3

Gemini Executive Search, Homburg,

Vortrag, Oktober 2007, Stufe 3

Genossenschaftsverband Frankfurt, Frankfurt,

Vortrag, Oktober 2005, Stufe 3

Hannover Leasing GmbH & Co. KG, Pullach,

Vortrag, Juni 2006, Stufe 3

Vortrag, Oktober 2008, Stufe 3

Lazard Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg,

Vortrag, Januar 2007, Stufe 3

LGT Bank AG, Zürich/Schweiz,

Vortrag, April 2007, Stufe 3

Lupus Alpha Asset Management GmbH, Frankfurt/Main,

Vortrag, November 2008, Stufe 3

MACCS GmbH, Berlin,

Vortrag, November 2007, Stufe 3

Maritim Hotelgesellschaft mbH, Bad Salzuflen,

Vortrag, November 2005, Stufe 3

Movendi GmbH, Lohmar-Honrath,

Vortrag, Oktober 2008, Stufe 3

Rednerdienst & Persönlichkeitsmanagement Matthias Erhard, München,

Vortrag, Oktober 2006, Stufe 3

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA, Köln,

Vortrag, März 2006, Stufe 2

Serviceplan Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG,

Haus der Kommunikation, München,

Vortrag, Februar 2007, Stufe 3

Solarhybrid AG, Brilon,

Vorträge, Juni 2008, Stufe 3

Team Event Marketing GmbH, Rosbach v.d.H.,

Vortrag, Mai 2007, Stufe 3

Vincero Holding GmbH & Co. KG, Aachen,

Vortrag, September 2007, Stufe 3

Wolfsberg - The Platform for Executive & Business Development, Ermatingen/Schweiz,

Vortrag, September 2008, Stufe 3
3. Funktionen in Unternehmen

ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Düsseldorf,

Mitglied des Aufsichtsrates, jährlich, Stufe 3

Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Hamburg,

Mitglied des Beirates (bis 31.12.2008)

TellSell Consulting GmbH, Frankfurt/Main,

Mitglied des Beirates, 2006, Stufe 3
4. Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts

ZDF, Mainz,

Mitglied des Fernsehrates (bis 31.07.2006)
5. Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen

Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV), Aachen,

Mitglied des Beirates, ehrenamtlich

Atlantik-Brücke e.V., Berlin,

Mitglied des Vorstandes, ehrenamtlich

Deutsche AIDS-Stiftung, Bonn,

Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich

Initiative "für mich, für uns, für Bonn" zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements, Bonn,

Mitglied der Jury, ehrenamtlich

Internationale Journalistenprogramme (IJP) e.V., Königstein/Taunus,

Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich

Verein der Freunde und Förderer des Theaters "Haus der Springmaus" e. V., Bonn,

Beisitzer des Vorstandes, ehrenamtlich


Da fragt man sich doch, wann Herr Westerwelle mal Zeit für die Tätigkeit hat, die ihm der deutsche Steuerzahler gut finanziert...

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